Eine linguistische Sicht auf die Change-Kommunikation. Über die Rolle der mentalen Modelle und Metaphern in den Veränderungsprozessen
Abstract
Die bisherigen Ansätze zur Change-Kommunikation sind zwar vielfältig, erweisen sich in der Unternehmenspraxis jedoch als nur bedingt wirksam. Ein Blick in aktuelle Change-Studien zeigt deutlich: Jeder zweite Veränderungsprozess bringt nicht die erhofften Ergebnisse und scheitert nach kurzer Zeit. Die Ergebnisse unterstreichen den Handlungsbedarf in diesem Bereich, um die Erfolgsquote von Change-Prozessen deutlich zu steigern. Dieser Beitrag bietet daher neue Lösungsansätze aus der linguistischen Perspektive. Im Fokus stehen die Dynamiken und tiefgreifenden Wechselwirkungen zwischen Sprache, Mindset und Kommunikation im Kontext organisationaler Veränderungen. Es wird aufgezeigt, wie mentale Modelle und Metaphern – richtig eingesetzt – zum Schlüssel für die Leistungsfähigkeit von Unternehmen werden können, indem sie Führungskräfte und Mitarbeitende nachhaltiger und individueller auf die Veränderungsprozesse einstimmen.
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DOI: http://dx.doi.org/10.17951/lsmll.2025.49.4.121-136
Date of publication: 2025-12-31 00:15:24
Date of submission: 2025-10-13 18:29:03
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